Wanderfalke


Wanderfalke

Wanderfalken können im Jagdflug Geschwindigkeiten von bis zu 390 km/h erreichen

Ab Anfang der 1970er Jahre war der Wanderfalke (Falco peregrinus) in NRW verschwunden. Verfolgung und Störung durch den Menschen sowie der großflächige Einsatz von Pestiziden waren einige der wesentlichen Gründe für das Aussterben dieses imposanten Jägers. Aufgrund neuer Verordnungen (vor allem des Verbotes von DDT im Jahre 1972) sowie durch gezielte Schutzmaßnahmen stieg die Brutpaaranzahl seit 1986 in NRW wieder an. Aktuell wird der Bestand des Wanderfalken in NRW auf ca. 190 Brutpaare geschätzt, was für ein relativ stabiles Populationsniveau der Tiere spricht.

Im Kreis Höxter ist der Wanderfalke vor rund 20 Jahren wieder heimisch geworden. Obwohl primär auf Felsvorsprüngen brütend, nutzen die Tiere heute vor allem menschliche Bauwerke zur Aufzucht ihrer Jungen. Entscheidend für die Besiedlung des urbanen Lebensraumes und den dauerhaften Bruterfolg ist dabei ein adäquates Angebot von Nisthilfen.

Auch im Kreis Höxter wurden dem Wanderfalken Nisthilfen an diversen Gebäuden und Brückenbauwerken angeboten. In Zusammenarbeit mit der AG Wanderfalkenschutz (AGW) vom NABU Landesverband kontrolliert die Landschaftsstation jährlich die potentiellen Wanderfalken-Nistplätze. Nicht alle Brutplätze sind dabei regelmäßig besetzt – aktuell ist sogar ein rückläufiger Bestandstrend feststellbar. Dies ist unter anderem auf die um die gleichen Nistplätze konkurrierende, bei uns ursprünglich nicht heimische  Nilgans zurückzuführen.  

Betreute Nisthilfen des Waderfalken im Kreis Höxter

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